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Bad Belzig
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Bad Belzig [] (bis 2010 Belzig) ist die Kreisstadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg und âstaatlich anerkannter Kurortâ mit der Artbezeichnung âThermalsoleheilbadâ. Bad Belzig ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft âStädte mit historischen Stadtkernenâ des Landes Brandenburg. Das Stadtgebiet ist identisch mit dem von 1992 bis 2003 existierenden Amt Belzig.
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Geologie
⢠Klima
⢠Nachbargemeinden
⢠Stadtgliederung
⢠Allgemeines
⢠Egelinde
⢠Lßbnitz
⢠Geschichte
⢠Politik
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Flagge
⢠Dienstsiegel
⢠Bauwerke
⢠Mßhlen
⢠Park
⢠Wirtschaft
⢠Tourismus
⢠Verkehr
⢠Presse
⢠Rundfunk
⢠Bildung
⢠Ehrenbßrger
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Lage
Die Stadt liegt innerhalb des Naturparks Hoher Fläming und weist mit dem Hagelberg (200 m) innerhalb des Stadtgebietes eine der hĂśchsten Erhebungen im Norddeutschen Tiefland auf. Rund drei Kilometer talabwärts entlang des Belziger/Fredersdorfer Bachs beginnen am Ortsteil Fredersdorf die Belziger Landschaftswiesen, die eine flache und vegetationsarme Niederungslandschaft im Baruther Urstromtal bilden. Das rund 7600 Hektar umfassende siedlungsfreie Gebiet gehĂśrt zum Naturpark Hoher Fläming und ist seit dem 1. Juli 2005 mit einem Teil von rund 4500 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es bildet zudem eines der letzten Refugien fĂźr die GroĂtrappe in Deutschland. FlĂźsse im Stadtgebiet sind die Temnitz und das Verlorenwasser. Nebenfluss der Temnitz ist der Bullenberger Bach, des Verlorenwassers der Briesener Bach.
Im heutigen Stadtgebiet, nordwestlich der Kernstadt zwischen Weitzgrund und Verlorenwasser, war der geographische Mittelpunkt der DDR.
Geologie
Belzig liegt am Nordrand des Flämings, eines saalezeitlichen Endmoränenzuges. Eingetieft in die saalezeitlichen Glazialablagerungen ist die Rummel Steile Kieten, ein weichselzeitliches periglaziales Trockental.cite-ref-stackebrandt-et-al-2010-2-0[2] Nicht mehr oberflächlich aufgeschlossen unterhalb der quartären Bildungen schlieĂen rund 500 m mächtige siliziklastische Sedimente des Neogens und Paläogens an, darunter u. a. die in der Niederlausitz braunkohlefĂźhrenden Spremberger Schichten des Miozäns sowie die im Raum Belzig 185 m mächtigen und tatsächlich signifikant braunkohlefĂźhrenden Lindaer Schichten des Paläozäns.cite-ref-stackebrandt-et-al-2010-2-1[2] In ca. 650 m Teufe lagert das Paläogen aufgrund einer AufwĂślbung des Zechstein-Salinars direkt auf den Ăźberwiegend siliziklastischen Schichten des Oberkeupers (jĂźngste Trias).cite-ref-stackebrandt-et-al-2010-2-2[2]cite-ref-manhenke-et-al-1999-3-0[3] Diese enthalten mit dem contorta-Sandstein auch das stratigraphische Intervall, aus dem Ăźber die Tiefbohrung Gt Bg 1/96 aus ca. 775 m Teufe die Belziger Thermalsole gefĂśrdert wird.cite-ref-manhenke-et-al-1999-3-1[3] Das Salz in dieser Sole wurde wahrscheinlich Ăźberwiegend aus dem unterhalb der Trias lagernden Zechstein-Salinar gelĂśst.cite-ref-manhenke-et-al-1999-3-2[3] Der Salzgehalt der Sole liegt bei rund 18 % (180 g/l).cite-ref-4[4]
Klima
Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Bad Belzig lag im Jahr 2021 bei 10,3 Grad, der Jahresniederschlag bei 624 mm. Die maximale Temperatur betrug 36,0 Grad, die minimale â13,4 Grad.cite-ref-5[5]
Nachbargemeinden
Bad Belzig grenzt an die Gemeinden Golzow, Planebruch, Brßck, Planetal, Rabenstein, Wiesenburg, GÜrzke, Gräben und Wollin.
Stadtgliederung
Allgemeines
Die Stadt Bad Belzig umfasst das Gebiet der (Kern-)Stadt mit dem Gemeindeteil Weitzgrund sowie die Gebiete der 14 Ortsteile:cite-ref-hauptsatzung-6-0[6]cite-ref-dienstleistungsportal-7-0[7]
Die Kernstadt von Bad Belzig gliedert sich in vier Stadtteile:
⢠Altstadt
⢠Kurparksiedlung
⢠Klinkengrund
⢠Gewerbegebiet Seedoche
Dazu kommen die Wohnplätze Bullenberg, Forsthaus Rothebach, GrĂźtzdorf, KleesenmĂźhle/ObermĂźhle, Neue MĂźhle, Ălschlägers MĂźhle, RĂśderhof, SpringbachmĂźhle, Waldsiedlung, Wenddoche und WĂźhlmĂźhle.cite-ref-dienstleistungsportal-7-1[7]
Egelinde
Ernst Fidicin bezeichnete in seinen Fortsetzungen zu dem Landbuch Kaiser Karls IV. Mitte des 19. Jahrhunderts fĂźr 1440 die Schreibweise Egelinge, zwei Meilen sĂźdĂśstlich von Ziesar, dann eingepfarrt nach Werben, gehĂśrend dem Achim Segeser zu Neuendorf bei BrĂźck.cite-ref-8[8] Seit 1330cite-ref-9[9] soll Egelinde bereits der Familie von Oppen gehĂśrt haben. Auf der Gemarkung von Egelinde wurde 1646 namentlich ein gutsherrliches Vorwerk der in der Region mittlerweile reich begĂźterten Adelsfamilie von Oppen erwähnt.cite-ref-10[10] Johann Gottlieb Heineccius bezeichnet 1785 Egelinde als ein adeliches dem Herrn von Oppen gehĂśriges Vorwerk mit acht Feuerstellen. Hinzu erwähnt er eine EgelingsmĂźhle, eine Wasser-SchneidemĂźhle im Besitz der genannten Adelsfamilie.cite-ref-11[11] FĂźr 1820 ist die Einwohnerzahl von 40 Personen in acht Wohnhäusern bestätigt.cite-ref-12[12] Noch 1821 fand es als kleiner Gutshof in offiziellen Statistiken amtlich Erwähnung.cite-ref-13[13] Der Familie von Oppen wurde 1844 auch fĂźr Egelinde die Patrimonialgerichtsbarkeit bestätigt.cite-ref-14[14] Egelinde gehĂśrte 1873 der anverwandten Familie der Freiherren von Oppen-Huldenberg, die 1840 die preuĂische Erlaubnis zur Namensvereinigung bekamen und 1859 in Form der Erstgeburt den Freiherrentitel.cite-ref-15[15] Vertreter auf Fredersdorf, Weitzgrund und Egelinde war Albert Freiherr von Oppen-Huldenberg.cite-ref-16[16] Egelinde gehĂśrte zu jener Zeit zur preuĂischen Provinz Sachsen, Kreis Jerichow I.cite-ref-17[17] Erben wurde zunächst der ältere Sohn, Freiherr von Oppen-Huldenberg, dann sein Bruder der gut situierte Oberst,cite-ref-18[18] Hans Matthias Freiherr von Oppen-Huldenberg (1852â1918) als Herr eines inzwischen gestifteten Familienfideikommiss. Seine Frau war Emmy von Schack, Tochter des Generalleutnants Karl von Schack. Egelinde gehĂśrte 1929 weiterhin zum Gutskomplex Fredersdorf.cite-ref-19[19] Das Rittergut Egerlinde umfasste 1922 fĂźr sich genommen 1340 ha Land, davon 1263 ha Forsten unter Leitung von OberfĂśrster Flechsig als Verwalter.cite-ref-20[20] Letzter Grundbesitzer wurde der Oberleutnant d. R. Hans-Carl Freiherr von Oppen-Huldenberg, geboren 1919 in Berlin, vermisst 1943. Nach den Forschungen der Genealogen Hans Friedrich von Ehrenkrook und Friedrich Wilhelm Euler mit Stand von 1963 stirbt mit ihm die männliche Linie seiner Familie aus. Freiherr von Oppen war seit 1940 mit Elsita Gräfin Reichenbach verheiratet und hatte mit ihr zwei TĂśchter, beide in Dresden geboren, die auf Wunsch der Mutter katholisch wurden. Der Reserveoffizier war Herr auf Fredersdorf mit Weitzgrund und Egelinde, welches immer noch zum Kreis Jerichow gehĂśrte. Des Weiteren hatte Oppen-Huldenberg altererbte Besitzungencite-ref-21[21] in Neukirch in der sächsischen Oberlausitz. Das Fideikommiss Fredersdorf-Egerlinde war einst im Jahre 1884 gegrĂźndet worden und wurde 1934 freies allodiales Eigentumcite-ref-22[22] des Gutsbesitzers, und zwar bis 1945.
LĂźbnitz
â
Hauptartikel
:
LĂźbnitz (Bad Belzig)
Die Ortshistorie ist insbesondere geprägt durch das gleichnamige Rittergut LĂźbnitz. Von 1467 bis 1601 gehĂśrte es der heute unbekannten Familie von Ziegesar.cite-ref-23[23] Im Jahr 1601 erstand Hans JĂźrgen von Lochow-Nennhausen aus der Familie von Lochow das Gut. Nach den Gothaischen Genealogischen TaschenbĂźchern ist noch Sigmund von Lochow 1463 auf LĂźbnitz ersterwähnt, verheiratet mit Anna von der GrĂśben. Haus LĂźbnitz ist heute genealogisch Haus III des Adelsgeschlechts. Die gesicherte Stammreihe geht dann weiter Ăźber Hans George von Lochow (um 1614â1671). Er war Besitzer des so genannten Unteren Teils Gut LĂźbnitz. In LĂźbnitz bestanden also teils zwei RittergĂźter. Ihm folgten Johann August von Lochow, August Haubold von Lochow sowie dann Friedrich von Lochow (1748â1796). Nachfahre Ferdinand Karl Wilhelms von Lochow (1786â1852)cite-ref-24[24] leitete LĂźbnitz und erwarb das Gut Petkus, respektive erbte es Ăźber die Verwandtschaft mit denen von ThĂźmen. Von-Lochow-LĂźbnitz ist also auch das Stammhauscite-ref-25[25] der Familienlinie von Lochow-Petkus, denn Ferdinand I. von Lochow (1818â1865) stammte als BegrĂźnder der Linie Petkus aus LĂźbnitz; deren bekanntester Vertreter wurde der später weltweit namhafte SaatzĂźchter Ferdinand III. von Lochow. Laut den Genealogischen HandbĂźchern des Adels waren die letzten Gutsbesitzer auf LĂźbnitz der Leutnant Karl von Lochow-LĂźbnitz (1790â1852), verheiratet mit der Schwestern Charlotte und Auguste von Freyberg. Erbe war Karl Heinrich Ferdinand von Lochow (1823â1882), liiert mit Elise von BlĂźcher, dann deren Sohn der Ehrenritter des Johanniterordens Kunzcite-ref-26[26] sen. von Lochow (1864â1922), respektive als Gutsherrin seine Ehefrau Editha von Lochow-LĂźbnitz geborene von BrĂśsigke-Cammer (1876â1955). Sie lebte zuletzt in Belzig, die Nachfahren in Mainz, Wiesbaden und Hildesheim. Als Erben vorbestimmt waren die Kinder, der diplomierte Landwirt Kunz, Sibylle, der Hauptmann Arend (1909â1941) und Ilse-Renate von Lochow-LĂźbnitz. Durch die Bodenreform wurden die Lochows 1945 enteignet. Kunz sen. von Lochow, einst ZĂśglingcite-ref-27[27] auf der Ritterakademie am Dom zu Brandenburg, ist in der Nähe des Gutsparks mit einem schlichten Feldstein bestattet.
Geschichte
Vom Mittelalter bis 1900
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Belzig im Jahr 997 als Belizi (wohl aus altpolabisch *BÄlotici âSiedlung der Sippe des BÄlotaâ).cite-ref-28[28] Nach dem Tod von Graf Baderich, Herr Ăźber Belzig (um 1251), ging die Grafschaft an das Herzogtum Sachsen Ăźber. Im Jahr 1406 brandschatzten die magdeburgischen BischĂśfe das Belziger Gebiet, dabei wurden auch die Stadt und die Burg teilweise zerstĂśrt. Danach wurde die Stadt teilweise erweitert und die Burg wieder neu aufgebaut. Von 1423 bis 1815 gehĂśrte Belzig zum Amt Belzig-Rabenstein im sächsischen Kurkreis. Martin Luther predigte im Jahr 1530 in der Marienkirche. Nach ihm soll auch die Lutherlinde benannt sein, welche sich in Belzig an der Friedhofsmauer des Gertraudenfriedhofs befand. Die Stadt wurde während des Schmalkaldischen Krieges 1547 von spanischen Truppen erneut teilweise zerstĂśrt. Etwa hundert Jahre später (1636) wurde die Stadt unter der Burg im DreiĂigjährigen Krieg erneut von Kriegswirren heimgesucht und von schwedischen SĂśldnern fast gänzlich zerstĂśrt. Am 6. Juni 1665 wurde Hedwig RĂśsemann als Hexe zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt und hingerichtet. Im Jahr 1702 erhielt Belzig die vollen Stadtrechte.
Während der Befreiungskriege im Jahr 1813 fand bei Belzig die Schlacht bei Hagelberg statt. Durch die auf dem Wiener Kongress beschlossene Teilung Sachsens wurde das bis dato jahrhundertelang zum Kurkreis des KĂśnigreich Sachsen gehĂśrende Belzig 1815 dem KĂśnigreich PreuĂen zugesprochen und 1818 Kreisstadt des Kreises Zauch-Belzig im Regierungsbezirk Potsdam der preuĂischen Provinz Brandenburg.
Belzig war bis 1849 Sitz des KĂśniglichen Land- und Stadtgerichtes Belzig. Ab 1849 bestand das Kreisgericht Brandenburg. FĂźr dieses war in Belzig eine Zweigstelle (Gerichtskommission) eingerichtet. Ab 1879 bestand das Amtsgericht Belzig und dann von 1952 bis 1993 das Kreisgericht Belzig. In frĂźheren Zeiten lautete die Schreibweise Beltzig.
Von 1900 bis 1949
Die Lungenheilstätte (heute Reha-Klinik) wurde 1900 fertiggestellt. Die Einrichtung fĂźr kranke Kinder konnte im Januar 1903 erĂśffnet werden.cite-ref-29[29] Elektrifiziert wurde Belzig im Juli 1909.cite-ref-elektrifizierung-30-0[30] Das Dorf Sandberg unterhalb der Burg bis Jaegers HintermĂźhle (KirchhofstraĂe) wurde 1914 eingemeindet. Die Munitionsfabrik Roederhof wurde 1934 erbaut. Dazu kam mit Kriegsbeginn sĂźdlich der LĂźbnitzer StraĂe ein Zwangsarbeitslager fĂźr 1500 Frauen und Männer, vorwiegend aus Osteuropa. Das KZ-AuĂenlager Belzig, ein AuĂenlager des KZ RavensbrĂźck, mit 750 weiblichen Häftlingen, die in der Ăśrtlichen Munitionsfabrik arbeiten mussten, wurde 1943 errichtet. Kranke wurden zur Ermordung nach RavensbrĂźck zurĂźckgebracht. Von 1939 bis 1945 wurde die Stadt Sitz der grĂśĂten deutschen Funkstation fĂźr drahtlose NachrichtenĂźbertragung.
In der Nacht zum 1. Mai 1945 floh BĂźrgermeister Otto Witte (NSDAP) mit seinem Anhang nach Westen. Am 2. Mai beschlossen mehrere Hundert Einwohner auf einer BĂźrgerversammlung, unter Leitung des Lehrers Arthur Krause, das Hissen weiĂer Fahnen sowie die Entwaffnung der HJler. In der Nacht zum 3. Mai zogen die letzten Soldaten der Wehrmacht von der Burg ab. TagsĂźber erreichten die ersten sowjetischen Soldaten die Stadt und zogen weiter; erst am 4. Mai gelang Arthur Krause die offizielle Ăbergabe der Stadt an den sowjetischen Kommandanten.cite-ref-belzig1965-31-0[31]
Von 1950 bis heute
Mit der Verwaltungsreform von 1952 wurde Belzig Kreisstadt des Kreises Belzig im neugebildeten DDR-Bezirk Potsdam. Im April 1953 konnte die zuvor anderweitig untergebrachte Stadtverwaltung das Rathaus wieder beziehen.cite-ref-belzig1965-31-1[31] Weitzgrund wurde 1959 ein Gemeindeteil von Belzig. 1972 brannte durch Fahrlässigkeit das Rathaus.
In Bad Belzig war zu DDR-Zeiten die Zentralschule der Gesellschaft fĂźr Sport und Technik Etkar AndrĂŠ ansässig. Dort wurden hauptamtliche Mitarbeiter der Hauptverwaltung A (HVA) des Ministeriums fĂźr Staatssicherheit (MfS) fĂźr Tätigkeiten im westlichen Ausland ausgebildet. Hierzu gehĂśrte auch das Anwerben weiblicher Spione (âRomeo-Schuleâ).cite-ref-32[32]
Im Zuge der Ămterbildung im Land Brandenburg schlossen sich zunächst 14 Gemeinden (Borne, Bergholz, Dippmannsdorf, Fredersdorf, GroĂ Briesen, Hagelberg, Kuhlowitz, LĂźbnitz, LĂźsse, LĂźtte, Neschholz, RagĂśsen, Schwanebeck und die Stadt Belzig) aus dem damaligen Kreis Belzig zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen, dem Amt Belzig. Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 24. Juni 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes.cite-ref-zustimmung-33-0[33] Als Zeitpunkt des Zustandekommens wurde der 30. Juni 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Stadt Belzig (heute Bad Belzig). Am 20. Oktober 1992 wurde zudem noch die Gemeinde Werbig dem Amt Belzig zugeordnet.cite-ref-werbig-34-0[34] Durch Fusion dreier Kreise wurde 1993 der Landkreis Potsdam-Mittelmark gebildet und Belzig Kreisstadt. Am 31. Dezember 2002 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Bergholz, Borne, Dippmannsdorf, Fredersdorf, GroĂ Briesen, Kuhlowitz, LĂźbnitz, LĂźsse, LĂźtte, Neschholz, RagĂśsen und Werbig in die Stadt Belzig.cite-ref-belzig-35-0[35] Zum 23. Oktober 2003 wurden schlieĂlich auch die Gemeinden Hagelberg und Schwanebeck per Gesetz in die Stadt Belzig eingegliedert und das Amt Belzig aufgelĂśst.cite-ref-gemeindereform-36-0[36] Die Gemeinde Hagelberg erhob Kommunalverfassungsbeschwerde beim Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, die teils verworfen, im Ăbrigen zurĂźckgewiesen wurde.cite-ref-kommunalverfassungsbeschwerde-37-0[37] Die Stadt Belzig wurde amtsfrei. Die ehemaligen amtsangehĂśrigen Gemeinden sind heute Ortsteile der Stadt Bad Belzig.cite-ref-hauptsatzung-6-1[6]
Am 15. Februar 1995 wurde Belzig vorläufig staatlich anerkannter Luftkurortcite-ref-38[38] und am 8. Juni 2002 mit der neuerĂśffneten SteinTherme (2009 rekonstruiert) zum âOrt mit Heilquellenkurbetriebâ.cite-ref-39[39] Am 18. Mai 2005 wurde das Hofgarten-Kino und am 12. September 2005 eine UmgehungsstraĂe (B 102 bzw. B 246) Ăśstlich der Stadt erĂśffnet. Am 5. Dezember 2009 erhielt der Kurort die Artbezeichnung Thermalsoleheilbad.cite-ref-40[40] Mit Wirkung vom 1. März 2010 trägt die Stadt den Namen Bad Belzig.cite-ref-namens-nderung-41-0[41]
BevĂślkerungsentwicklung
Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]cite-ref-44[44], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 und ab 2022 auf Basis des Zensus 2022.
Das starke BevÜlkerungswachstum im Jahr 2005 ist auf die Eingemeindung von 14 ehemals selbstständigen Gemeinden in den Jahren 2002 und 2003 zurßckzufßhren (siehe oben im Abschnitt Geschichte). Das Jahr 2003 markiert den HÜchststand der BevÜlkerungszahl Bad Belzigs mit knapp 12.000 Einwohnern.
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung von Bad Belzig besteht aus 22 Mitgliedern und dem hauptamtlichen BĂźrgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 fĂźhrte bei einer Wahlbeteiligung von 66,9 % zu folgendem Ergebnis:cite-ref-45[45]
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 [ 46 ] | Sitze 2019 | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 |
|---|---|---|---|---|
| SPD | 23,2 % | 5 | 16,1 % | 4 |
| AfD | 0 6,0 % | 1 | 14,2 % | 3 |
| CDU | 13,9 % | 3 | 14,0 % | 3 |
| Wir vom Dorf | 14,2 % | 3 | 13,9 % | 3 |
| Zukunft Bad Belzig | â | â | 11,0 % | 2 |
| Gewerbeverein Belzig e. V. | 0 4,3 % | 1 | 0 8,7 % | 2 |
| Die Linke | 0 9,4 % | 2 | 0 8,0 % | 2 |
| BĂźndnis 90/Die GrĂźnen | 11,5 % | 3 | 0 7,9 % | 2 |
| Einzelbewerber AndrĂŠ Schär | â | â | 0 2,5 % | 1 |
| Einzelbewerber Lothar Lehmann | â | â | 0 2,0 % | â |
| Piratenpartei , Tierschutz Potsdam-Mittelmark | 0 0,9 % | â | 0 1,1 % | â |
| Bund fĂźr Freiheit und Humanität | â | â | 0 0,7 % | â |
| Freie Wählergemeinschaft Bad Belzig | 0 7,2 % | 2 | â | â |
| BĂźrgerbĂźndnis Bad Belzig | 0 4,1 % | 1 | â | â |
| NPD | 0 3,2 % | 1 | â | â |
| FDP | 0 2,3 % | â | â | â |
| Insgesamt | 100 % | 22 | 100 % | 22 |
BĂźrgermeister
⢠1990â2008: Peter Kiep (SPD) Er wurde als Parteiloser auf der SPD-Liste bei der ersten freien Kommunalwahl mit groĂer Mehrheit gewählt. Er konnte sein Amt krankheitsbedingt nur bis 2006 ausĂźben und erlag am 3. Oktober 2013 einer schweren Krankheit.cite-ref-47[47]
⢠2008â2016: Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) Sie hatte bereits ab 2006 die Vertretung Kieps Ăźbernommen und wurde am 28. September 2008 als erste Frau in das BĂźrgermeisteramt der Stadt gewählt.cite-ref-48[48]
⢠2016â2022: Roland Leisegang (parteilos) Er wurde am 9. Oktober 2016 in einer Stichwahl mit 65,4 % der gĂźltigen Stimmen zum BĂźrgermeister der Stadt gewählt.cite-ref-49[49] Er war von 1980 bis 2012 Schlagzeuger der Rockband Keimzeit.cite-ref-50[50] Am 11. Dezember 2022 wurde Leisegang im Rahmen eines BĂźrgerentscheids mit knapp 78 % der abgegebenen Stimmen abgewählt. Ihm wurde u. a. Inaktivität während seiner Amtszeit vorgeworfen sowie die Pleite der Stadtwerke zur Last gelegt.cite-ref-51[51]
Wappen
Flagge
Die Flagge ist WeiĂ â GrĂźn (1:1) gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.
Dienstsiegel
Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Stadt mit der Umschrift: âSTADT BAD BELZIG ⢠LANDKREIS POTSDAM-MITTELMARKâ.
Städtepartnerschaften
Bad Belzig unterhält eine Städtepartnerschaft zur niedersächsischen Gemeinde Ritterhude im Landkreis Osterholz.
SehenswĂźrdigkeiten und Kultur
In der Liste der Baudenkmale in Bad Belzig und in der Liste der Bodendenkmale in Bad Belzig stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Kulturdenkmale.
Bauwerke
⢠Burg Eisenhardt mit imposantem Bergfried (Butterturm, der kurz nach der Burg Eisenhardt gebaut wurde, begehbar, Aussicht) und Museum
⢠Sankt-Briccius-Kirche, Saalkirche aus dem 12. Jahrhundert im Bereich der Vorburg der Burg Eisenhardt. Sie ist dem heiligen Brictius von Tours geweiht. Im Innern befinden sich ein Altarretabel sowie eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Der Turm befindet sich nicht, wie ßblich, im Westen des Bauwerks, sondern ßber dem Altarraum im Osten.
⢠Historischer Stadtkern mit
⢠Marienkirche: romanisch als kreuzfÜrmige Saalkirche in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, im Sßden zwei spätgotische Anbauten und eine zweistÜckige Sakristei. Der Schlussstein ßber dem Westeingang besagt, dass Luther am 14. Januar 1530 in der Kirche predigte. In der Marienkirche befindet sich auch das Brandenburgische Orgelmuseum.cite-ref-orgelmuseum-56-0[56]
⢠Rathaus: Im 16. Jahrhundert als Verwaltungsgebäude errichtet, 1636 abgebrannt, 1671 einfach aufgebaut, 1912 repräsentativ geschweifter Giebel im Renaissancestil angebaut, 1972 abgebrannt und Ruine abgetragen, 1988 bis 1991 in Anlehnung an die historische Form neu erbaut
⢠ReiĂigerhaus: 1728 am Kirchplatz als Schulhaus mit Lehrer- und Kantorenwohnung erbaut, Geburtshaus des Dresdener Hofkapellmeisters Carl Gottlieb ReiĂiger und des langjährig in Norwegen tätigen Kapellmeisters und Komponisten Friedrich August ReiĂiger
⢠Superintendentur: 1678 am Kirchplatz ßber einem mittelalterlichen Keller erbaut
⢠Kursächsische Postmeilensäule im ehemaligen Ortsteil Sandberg (Standort BahnhofsstraĂe 16, Originalteile im Burgmuseum)
⢠Roger Loewig Haus â Museum und Gedenkstättecite-ref-57[57]
⢠Fläming-Gymnasium, denkmalgeschßtzt
⢠Historischer Gertraudenfriedhof mit Gertraudenkapelle, einem spätgotischen Feldsteinbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, diente zunächst als Herberge fßr Kranke und Bedßrftig, im 21. Jahrhundert als Friedhofskapelle genutzt, im Innern einige Reste der Wandmalereien aus der Bauzeit der Kirche
⢠Belziger Teufelsstein mit âdes Teufels Handabdruckâ an der KirchhofstraĂe vor dem Gertraudenfriedhof
⢠Hofgarten-Belzig (Kino und Veranstaltungsort)
⢠SteinTherme
⢠Gutshaus Glien in Hagelberg
⢠Bockwindmßhle in Borne
⢠Denkmäler auf dem Hagelberg zur Erinnerung an die Schlacht bei Hagelberg 1813
⢠Kunstwanderweg Hoher Fläming, 2007 erÜffnet
⢠Rummel âSteile Kietenâ unweit des Bahnhofes
MĂźhlen
Die Belziger Mßhlen spiegeln eine lange Tradition wider.cite-ref-m-hlen-58-0[58] Der Belziger Lumpenbach fßhrte seine Wasser an der Obermßhle (Kleesen) vorbei, bevor er in den Belziger/Fredersdorfer Bach mßndete. Am Belziger Bach standen fßnf Mßhlen: die Schlossmßhle (Dorno), die Mittelmßhle (Engemann), die Hintermßhle (Jaeger) in der Nähe des MßhlenhÜlzchens, die Walkmßhle und die Neue Ratsmßhle (heute Finsterwalder). In der Hintermßhle befanden sich die inzwischen abgerissenen Mischfutterwerke Belzig. Durch den Springbach wurden zwei Mßhlen angetrieben, die Springbachmßhle (Hannemanns Mßhle) und Oelschlägers Mßhle. Die Springbachmßhle wurde 1998 nach altem Vorbild restauriert. Gelände und Mßhlteich wurden ebenfalls wiederhergestellt.
Park
⢠Der Kurpark liegt am Rande von Bad Belzig und schlieĂt die Steintherme ein. Unterhalb findet man den Anglerteich. Im Sommer finden hier Veranstaltungen statt.
Mahnmale und Gedenkstätten
⢠Gedenkstätte fĂźr das KZ-AuĂenlager, seit 1965 mit einem Gedenkstein, seit 1980 mit detaillierter Informationstafel zu den beiden Lagern (siehe Geschichte)
⢠Mahnmal auf dem Gertraudenfriedhof (1965) zum Gedenken an 98 umgekommene Zwangsarbeiterinnen und ihre 38 Kinder (die tatsächlichen Zahlen liegen wahrscheinlich hÜher)
⢠Gedenkstein fßr die italienischen Opfer der Zwangsarbeit (1994) auf dem Gertraudenfriedhof
⢠Denkmal fßr antifaschistische Widerstandskämpfer vor dem Postamt
⢠Gedenkstein fßr die Geschwister Scholl vor der Grundschule Geschwister Scholl am Weitzgrunder Weg
⢠Findling zum Gedenken an den ermordeten Widerstandskämpfer Bruno Kßhn in einer Grßnanlage unterhalb der Gesamtschule
⢠Gedenkstein fĂźr Belaid Baylal (Todesopfer rechtsextremer Gewalt) in der LĂźbnitzer StraĂecite-ref-59[59]
RegelmäĂige Veranstaltungen
⢠Sonntägliche Stadt- und Burgfßhrung (ganzjährig)
⢠Konzert der Gruppe Keimzeit auf dem Hof der Burg Eisenhardt im Juli
⢠Burgfestwoche mit Altstadtfest in der letzten Augustwoche
⢠Jugendkulturwoche der Städte und Gemeinden Bad Belzig, Wiesenburg/Mark, Brßck, Niemegk und Ziesar
⢠Burgenlauf am zweiten Sonntag im Oktober (seit 1977)cite-ref-60[60]
⢠Monatliche Veranstaltungen von April bis Dezember im Kleinkunstwerk Bad Belzig.cite-ref-61[61]
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark in der NiemĂśllerstraĂe (altes Landratsgebäude) und am Papendorfer Weg (Erweiterungsbauten) ist der groĂe Arbeitgeber in dem ehemaligen AckerbĂźrgerstädtchen. Schon als Sitz der Kreise Zauch-Belzig (1818â1952) und Belzig (1952â1993) war daher die Verwaltung wichtig fĂźr die ansonsten eher ländlich geprägte Umgebung.
Ansonsten prägen Handwerk und mittelständische Betriebe die Wirtschaftsstruktur. Der Einzelhandel ist bis auf wenige Ausnahmen in der Stadt Bad Belzig konzentriert. Super-, Discount- und Baumärkte liegen eher an den AusfahrtsstraĂen. Kleinteiliger Einzelhandel prägt nach wie vor die historische Altstadt. In wenigen Ortsteilen befinden sich noch kleine Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien und Fleischereien. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber in der Stadt ist das Kreiskrankenhaus Bad Belzig.
Der Gewerbepark Seedoche an der B 246 am Ortsausgang in Richtung Brßck ist mit ca. 17 Hektar der einzige der Stadt. Die Auslastung ist bis heute (mit ca. 7 ha) nicht zufriedenstellend. Das seit 1993 bestehende Technologie- und Grßnderzentrum (TGZ) Fläming soll hinsichtlich Existenzgrßndung, Beschäftigungs- und WirtschaftsfÜrderung neue Impulse in die Region bringen oder diese dort halten.
Tourismus
âBad Belzigâ hieĂ das Ziel der seit 1990 forcierten Stadtentwicklungspolitik. Somit spielen der Tourismus und die Entwicklung von Gastronomie und Hotellerie eine zunehmende Rolle fĂźr die Wirtschaft der Stadt und ihrer Umgebung. Die Burg Eisenhardt, das Heimatmuseum der Burg, die SteinTherme und der Kurpark, das Freizeitzentrum mit Freibad im Sommer, der Kurpark und die Reha-Klinik bilden die Eckpfeiler dieser Infrastruktur. Eine Tochtergesellschaft der Stadt, die Kur- und Freizeit GmbH, betreibt die SteinTherme. Die Touristinformation am Marktplatz wird seit 2013 wieder von der Stadtverwaltung betrieben (vorher Kur- und Freizeit GmbH). Im Jahr 2012 war der Fläming mit Bad Belzig als zentralem Ort Austragungsort des Deutschen Wandertages.
Verkehr
Bahn
Der Bahnhof Bad Belzig liegt an der Bahnstrecke BerlinâDessau. Die Regional-Express-ZĂźge der Linie RE 7 von Dessau Ăźber die Berliner Stadtbahn nach Senftenberg verkehren stĂźndlich. Zwischen Bad Belzig und Berlin-Wannsee verkehrt der RE 7 von Montag bis Freitag zweimal stĂźndlich.
Bis 2003 endeten die Zßge der Brandenburgischen Städtebahn von Neustadt (Dosse) ßber Rathenow und Brandenburg an der Havel an einem Bahnsteig mit eigenem Empfangsgebäude auf der Sßdseite des Bahnhofs. Bis 1962 fuhren die Personenzßge (nach Richtungswechsel) noch weiter nach Treuenbrietzen.
Bus
Der Ăśffentliche Buspersonennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sowie dem Landesnetz Sachsen-Anhalt erbracht. Folgende Verbindungen fĂźhren ab Bad Belzig:
⢠Linie 581: Bad Belzig â Dippmannsdorf â Golzow â Rotscherlinde â Brandenburg
⢠Linie 582: Bad Belzig â Niemegk â Rietz â Treuenbrietzen
Weiterhin ist Bad Belzig ein zentraler Knotenpunkt des Busverkehrs im SĂźdwesten des Kreises Potsdam-Mittelmark. Die Stadt verfĂźgt Ăźber einen Busbahnhof, von dem Linien die kleinen Orte des Hohen Flämings erschlieĂen. Stadtbus- und Regionalbuslinien werden von der Regiobus Potsdam-Mittelmark betrieben.
StraĂen
Bad Belzig liegt an den BundesstraĂen B 102 zwischen Brandenburg und JĂźterbog und B 246 zwischen Wiesenburg/Mark und Beelitz. Die B 102 fĂźhrt als OrtsumgehungsstraĂe an der Stadt vorbei. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle (AS 5) ist Niemegk an der A 9 (BerlinâMĂźnchen). Sie befindet sich etwa neun Kilometer sĂźdĂśstlich.
Radwege
Durch Bad Belzig verlaufen der Europäische Fernwanderweg E11 NiederlandeâMasuren, die Deutsche AlleenstraĂe und der Europaradweg Euroroute R1 CalaisâSankt Petersburg.
Flugverkehr
SĂźdlich des Ortsteils LĂźsse gibt es den Segelflugplatz LĂźsse und Ăśstlich des Dorfs MĂśrz (Teil der Gemeinde Planetal) einen kleinen Sportflugplatz.
Presse
Die in Potsdam erscheinende Märkische Allgemeine unterhält in Bad Belzig die fĂźr den sĂźdwestlichen Landkreis Potsdam-Mittelmark zuständige Lokalredaktion âFläming-Echoâ.
Rundfunk
Bildung
⢠Grundschule Geschwister Scholl
⢠kleine Grundschule Dippmannsdorf
⢠Krause-Tschetschog-Oberschule Belzig
⢠Schule am grßnen Grund: FÜrderschule fßr geistig und kÜrperlich Behinderte
⢠Musikschule
⢠Kreisvolkshochschule
⢠Freie Schule Fläming
Ăffentliche Einrichtungen der Stadt
⢠Museum Burg Eisenhardt
⢠Stadtbibliothek Bad Belzig
⢠Turnhalle Karl Liebknecht
⢠Puschkin-Turnhalle
⢠Albert-Baur-Mehrzweckhalle
⢠Heinrich-Rau-Stadion
⢠Freibad Bad Belzig
⢠Steintherme Bad Belzig
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
⢠Arthur Krause, Lehrer (seit 4. Mai 1965)
⢠Erich Tschetschog (1899â1973), katholischer Pfarrer (seit 4. Mai 1965)
⢠VÄra KoldovĂĄ, tschechische Widerstandskämpferin im KZ-AuĂenlager Belzigcite-ref-62[62] (seit 23. Januar 1985)
⢠Helga Kroening (1915â2004), Direktorin und Chefärztin der Chirurgie des Belziger Kreiskrankenhauses (seit 3. Oktober 1990)
⢠Gerhard Dorbritz (1926â2015), BĂźrgermeister 1960â1970, Ortschronist (seit 2006)
⢠Thea Labes (1937â2011), Kantorin der Belziger Marienkirche (seit 2007)
⢠Helga Kästner (1935â2025) und GĂźnter Kästner (1932â2022), Ortschronisten (bis 2022 bzw. 2023)cite-ref-63[63]cite-ref-64[64]
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Moritz Goltz (1495â1548), Buchhändler und Verleger
⢠Georg Belitz (1698â1751), evangelischer Pfarrer und Schriftsteller, in GroĂ Glien geboren
⢠Johann Friedrich August Clar (1768â1844), Radierer und Kupferstecher
⢠August Gottlob Eberhard (1769â1845), Dichter und Schriftsteller
⢠Carl Gottlieb ReiĂiger (1798â1859), Komponist und Hofkapellmeister in Dresden
⢠Friedrich August ReiĂiger (1809â1883), Komponist und Organist in Norwegen
⢠Ernst Senst (1850â1920), Theaterunternehmer
⢠Georg Hellmuth Neuendorff (1882â1949), Reformpädagoge
⢠Hans Lobbes (1896â1965), Polizeibeamter und SS-FĂźhrer
⢠Joachim Herrmann (1932â2010), Prähistoriker, geboren in LĂźbnitz
⢠JĂźrgen Busche (1944â2024), Journalist
⢠Volker Reiche (* 1944), Comic-Zeichner
⢠Susanne Zeller (* 1951), Sozialarbeitswissenschaftlerin und Hochschullehrerin
⢠Gßnter Baaske (* 1957), Politiker (SPD), langjähriger Minister der Landesregierung Brandenburg
⢠Marina Erdmann (* 1958), Schauspielerin und Schauspiellehrerin
⢠Norbert Leisegang (* 1960), Musiker
⢠Bernd Metzke (* 1966), Handballspieler
⢠RenÊ Hannemann (* 1968), Bobfahrer, Medaillengewinner bei Olympia und Weltmeister
⢠JÜrg Reiff-Stephan (* 1971), Ingenieur, Unternehmer und Hochschullehrer
⢠Wiebke Drenckhan (* 1977), Physikerin
⢠Katharina Slanina (* 1977), Rechtsanwältin und Politikerin (Die Linke)
⢠Matthias Rudolph (* 1982), FuĂballtrainer und -spieler
⢠Felix Holzner (* 1985), FuĂballspieler
⢠Marvin Sommer (* 1991), Handballspieler
⢠Willy Weyhrauch (* 1994), Handballspieler
⢠Fabian Wiede (* 1994), Handballspieler
Weitere mit der Stadt verbundene PersĂśnlichkeiten
⢠Samuel Selfisch (1529â1615), Verleger und Buchhändler aus Wittenberg, Besitzer einer PapiermĂźhle in Belzig
⢠Jacob Wächtler (1638â1702), Superintendent 1687â1702
⢠Christian Ernst Mussigk (1671â1724), Superintendent 1702â1724
⢠Traugott August Seyffarth (1762â1831), Superintendent 1812â1822
⢠Gottlob Ludwig Rabenhorst (1806â1881), Botaniker, Apothekerlehre in Belzig
⢠Antonie Stemmler (1892â1976), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Landrätin im Landkreis Zauch-Belzig
⢠Elly Schßrmann (* 1923), Krankenschwester, in Belzig tätig, vom Internationalen Roten Kreuz ausgezeichnet
⢠Karl-Heinz Pahling (1927â1999), StreikfĂźhrer in Niemegk und Belzig beim Volksaufstand des 17. Juni 1953
⢠Roger Loewig (1930â1997), Zeichner und Maler, lebte in Bad Belzig
⢠Frank-Michael Pietzsch (* 1942), Politiker (CDU), war als Arzt in Belzig tätig
⢠Wam Kat (* 1956), Koch, lebt in Bad Belzig
⢠Dirk-Alexander Grams (* 1957), Maler, lebt im Ortsteil Werbig
⢠Nell Zink (* 1964), US-Autorin, lebt in Bad Belzig
Literatur
⢠Peter Feist: Burg Eisenhardt in Belzig. Kai Homilius, Berlin 1995, ISBN 3-931121-03-8, (Leseprobe)
⢠Felix Theodor Mßhlmann: Wanderung durch die Geschichte der Stadt Belzig, des Schlosses Eisenhardt und der Umgegend. Belzig 1870 (Digitalisat)
⢠John Shreve: Kriegszeit. Das ländliche Deutschland 1914â1919, Belzig und Kreis Zauch-Belzig. Bebra, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-045-3.
Weblinks
Commons
: Bad Belzig
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Bad Belzig
â Quellen und Volltexte
Wikivoyage: Bad Belzig
â ReisefĂźhrer
⢠Literatur von und ßber Bad Belzig im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Stadt Bad Belzig
⢠Tourismus in Bad Belzig
⢠SteinTherme Bad Belzig
⢠Lßbnitz in Der Landschleicher vom 13. Mai 2018
⢠Bergholz in Der Landschleicher vom 21. März 2021
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-bb-11. BevĂślkerungsstand im Land Brandenburg Dezember 2024 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, basierend auf dem Zensus 2022) (Hilfe dazu).
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cite-note-manhenke-et-al-1999-33. â Volker Manhenke, Gottfried Eckhard, Wilfried Rockel: Thermalsolebrunnen im Land Brandenburg. Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge. Band 6, Nr. 1, 1999, S. 69â78 (PDF)
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cite-note-belzig1965-3131. â Kriegsende 1945, aus der BroschĂźre Belzig - 150 Jahre Kreisstadt, verĂśffentlicht 1965 vom Rat der Kreisstadt Belzig, Redaktion Gerhard Dorbritz, Erwin KrĂźger, Walter Gellert und Fritz Lindner; zitiert nach Helga und GĂźnter Kästner: Chronik der Stadt Bad Belzig 1934â1945.Treibgut, Berlin 2016, S. 246â252.
cite-note-zustimmung-3333. â Bildung der Ămter BrĂźck, Belzig und Wiesenburg. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 24. Juni 1992. In: Amtsblatt fĂźr Brandenburg â Gemeinsames Ministerialblatt fĂźr das Land Brandenburg. 3. Jahrgang, Nummer 52, 24. Juli 1992, S. 950
cite-note-werbig-3434. â Zuordnung der Gemeinde Werbig zum Amt Belzig. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 12. Oktober 1992. In: Amtsblatt fĂźr Brandenburg â Gemeinsames Ministerialblatt fĂźr das Land Brandenburg. 3. Jahrgang, Nummer 84, 2. November 1992, S. 1944
cite-note-belzig-3535. â Eingliederung der Gemeinden Bergholz, Borne, Dippmannsdorf, Fredersdorf, GroĂ Briesen, Kuhlowitz, LĂźbnitz, LĂźsse, LĂźtte, Neschholz, RagĂśsen und Werbig in die Stadt Belzig. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 13. Juni 2002. In: Amtsblatt fĂźr Brandenburg â Gemeinsames Ministerialblatt fĂźr das Land Brandenburg. 13. Jahrgang, Nummer 28, 10. Juli 2002, S. 646 brandenburg.de (PDF; 0,5 MB)
cite-note-gemeindereform-3636. â Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming (4.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003. In: Gesetz- und Verordnungsblatt fĂźr das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 5, S. 73
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